Spendenaktion für die Hunde aus unkontrollierter Zucht

05.04.19

Bei einer Großabnahme Ende März wurden insgesamt 48 unterversorgte Hunde aus einer unkontrollierten Hundezucht in Eberstein abgeholt. Diese Hunde benötigen nun medizinische Versorgung im Wert von mehreren Tausend Euro. Wir bitten um Ihre Unterstützung!

Die Hunde waren in einem erbärmlichen Zustand. Sie waren unterversorgt, zum Teil schwer verletzt, ängstlich und lethargisch. Sie kannten keine fremden Menschen und sind schlecht bis gar nicht sozialisiert. 35 dieser Hunde sind bei uns im TiKo gebracht. Hier wurden sie zunächst einmal erstversorgt, damit sie wieder zu Kräften kommen. Die Hunde benötigen nun medizinische Versorgung im Wert von mehreren Tausend Euro. 

Jetzt für die Hunde spenden!

Im Zuge eines Kontrolltermins Ende März wurden einer 55-jährigen Frau 13 Hunde bei einer Hundezucht in Eberstein abgenommen. 10 davon versteckte sie in einem Auto im Wald. Wenige Tage später gab die „Züchterin“ freiwillig weitere 27 Hunde ab. 4 Hunde darf sie laut Amtstierarzt behalten.

Aufgrund eines Hinweises einer Käuferin, die der verstörte Zustand der Welpen einer Hundezucht im Raum Eberstein (Bezirk St. Veit) irritiert hatte, wurde Ende März 2019 ein Kontrolltermin durch den zuständigen Amtstierarzt durchgeführt. Da ein Hund und einige Welpen in schlechtem Zustand waren,  verständigte er umgehend das TiKo, das die Tierrettung losschickte. Zeitgleich wurde in einem ca. 400 m vom Haus der Züchterin entfernten Waldstück ein abgestelltes Auto zufällig von einem Förster entdeckt, in dem zehn Hunde bereits bei angelaufenen Scheiben zu dehydrieren drohten. Es wurden 13 Hunde sofort ins TiKo gebracht und erstversorgt.

Wenige Tage später gesteht die Züchterin, auf Druck weiterer Kontrollen, ihre völlige Überforderung ein und übergibt freiwillig weitere 27 Hunde ab. Vier Hunde darf sie laut Amtstierarzt behalten.

In Summe sind nun 35 Hunde im TiKo untergebracht, darunter auch die Welpen, die in der ersten Nacht von zwei trächtigen französischen Bulldoggenweibchen geboren wurden.
Der Zustand der Hunde ist sehr unterschiedlich, sie sind verängstigt und schlecht sozialisiert, drei sind schwerverletzt und zum Großteil weder gechipt noch kastriert. Sie werden vom TiKo Tierarzt Dr. Herwig Woschnjak und den TierpflegerInnen fachlich korrekt versorgt und liebevoll betreut. Weiters werden die Hunde gemeinsam mit den Tiertrainern von respekTIERt an Alltagssitutionen gewöhnt, sozialisiert und für die Vermittlung vorbereitet.
Sobald die Hunde zur Adoption freigegeben werden, wird es vom TiKo entsprechende Informationen geben.

13 der abgeholten Hunde sind im Tierheim Villach untergebracht.

Bei den Hunden handelt es sich vorwiegend um französische Bulldoggen, Doggen-Leonberger Welpen, Terrier-Mischlinge und Leonberger. Drei Hunde, sie werden von einer im Nachbarort ansässigen Tierärztin kastriert und entwurmt, sowie ein Welpe verbleiben laut dem Amtstierarzt bei der Frau.

Die 55-jährige Dame wohnte mit ihren Kindern und den knapp 50 Hunden, darunter auch trächtige, in erhöhter Lage in einem gemieteten Bauernhaus, wobei sich den TierretterInnen eher ein desolater Anblick mit wenig bis gar keinem Auslauf für die Hunde bot. Die Zuchtgenehmigung wurde der Dame inzwischen entzogen, ermittelt wird noch wegen Tierquälerei, das ein Hundehaltungsverbot nach sich ziehen würde. Ihr Vermieter hat bereits angekündigt, ihren Vertrag nicht mehr zu verlängern. Er war auch der Förster, dessen Aufmerksamkeit es zu verdanken war, dass letzte Woche während des Kontrolltermins zufällig das im Wald versteckte Auto mit den zehn Hunden entdeckt wurde und der ihnen damit möglicher Weise das Leben gerettet hat.

Die Hundezüchterin ist seit zehn Jahren amtsbekannt, sie hatte bereits u.a. 2011 ein Strafverfahren anhängig wegen unzureichend gechipter Hunde und mangelnder Kastration. Damals war die Versorgung der Hunde allerdings in Ordnung. Die Auflagen wie den Auslauf zu vergrößern, hielt sie ein und sie wurde mehrmals im Jahr von dem Amtstierarzt kontrolliert. Allerdings wurde bei ihr auch das sogenannte Animal Hoarding Syndrom festgestellt, womit das krankhafte Sammeln und Halten von Tieren gemeint ist. Zudem wurden 2017 bereits zehn Hunde, damals Leonberger, abgenommen. Offensichtlich wurden aber daraufhin Kastrationsauflagen umgangen, sowie neue Hunde angeschafft.

Bitte helfen Sie uns diese Hunde bestmöglich zu versorgen, damit sie schnell gesunden und in ein gutes Zuhause vermittelt werden können. Jeder Beitrag zählt! DANKE!

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