Chippen - registrieren - melden: PFLICHT für Hunde!

Ein Chip ohne Registrierung ist sinnlos! Melden ist ebenfalls Pflicht!

Besitzen Sie einen Hund? Dies ist Pflicht:

  • Chip
  • Registrierung
  • Melden bei der Gemeinde

Seit dem Jahr 2010 gilt in Österreich die Chip- UND REGISTRIERUNGSPFLICHT für Hunde!

Immer wieder gibt es entlaufene oder gestohlene Hunde, deren Besitzerinnen und Besitzer nicht ausfindig gemacht werden können, da die Eintragung in der Heimtierdatenbank fehlt.

CHIPPEN

Die Implantation des Microchip wird von einer Tierärztin/einem Tierarzt Ihrer Wahl durchgeführt. Das Einsetzen des Chips erfolgt mittels einer Kanüle an der linken Halsseite, ähnlich einer Injektion und ist nahezu schmerzlos. Der Chip ist unzerbrechlich und liegt reaktionslos im Gewebe eingebettet.

Ein Microchip ist nur dann sinnvoll, wenn der Zifferncode und die Daten des Hundes bzw. der Besitzerin oder des Besitzers in einer Datenbank gesammelt werden. Nur so kann ein eventuell entlaufener Hund auch mit seiner Besitzerin/seinem Besitzer in Verbindung gebracht werden. Seit Anfang 2010 gibt es nun eine österreichweite Datenbank, in der alle Hunde gemäß § 24a des Tierschutzgesetzes registriert werden MÜSSEN.

Nur wenn ein Hund gechippt UND REGISTRIERT ist, kann der Besitzer zugeordnet werden!

REGISTRIEREN

Es gibt mehrere Möglichkeiten, um einen Hund in der Heimtierdatenbank zu registrieren:

  • Man führt die Registrierung selbst über eine private Datenbank (Animal Data, Petcard, IFTA, etc.) durch, die die Daten dann an die Heimtierdatenbank des Bundesministeriums weiterleitet. Tierheime bzw. Tierärzte bieten meist an, diese Registrierung gleich bei Aufnahme oder Abgabe durchzuführen. Diese Variante ist kostenpflichtig, die Kosten hierfür betragen 18 €.
  • Man führt die Registrierung selbst direkt bei der Heimtierdatenbank des Bundesministeriums durch: dazu benötigt man eine aktivierte Bürgerkarte (per E-Card oder Handy) und eine gültige E-Mail Adresse. Bei Verwendung der E-Card wird ein Kartenlesegerät benötigt. Der Einstieg erfolgt über heimtierdatenbank.ehealth.gv.at. Diese Registrierung ist kostenlos.
  • Man kann die Daten an die zuständige Bezirksverwaltungsbehörde melden, die dann die Registrierung vornimmt. Die Bezirksverwaltungsbehörden können dafür Gebühren einheben. Es kann sich auch lohnen, bei Ihrer Gemeinde nachzufragen, denn viele Gemeinden haben ebenfalls einen Zugang zur Heimtierdatenbank, bei dieser Gelegenheit könnte der Hund auch gleich gemeldet werden!

Bei einer Registrierung oder einem Besitzwechsel erhalten Sie eine Registrierungsnummer. Diese Registrierungsnummer ist die Bestätigung für eine erfolgreiche Registrierung. Bestehen Sie auf die Bekanntgabe der Registrierungsnummer bei der gewählten Registrierungsstelle!

Welche Daten sind anzugeben?

1. Personenbezogene Daten:

  • Name
  • Art und Nummer eines amtlichen Lichtbildausweises
  • Adresse
  • Kontaktdaten
  • Geburtsdatum
  • Datum der Aufnahme der Haltung
  • Datum der Abgabe und neuer Halter/neue Halterin (Name und Nummer eines Lichtbildausweises) oder des Todes des Tieres

2. Tierbezogene Daten:

  • Rasse
  • Geschlecht
  • Geburtsdatum (bzw. Geburtsjahr)
  • Microchipnummer
  • durchgeführte Eingriffe
  • Geburtsland
  • freiwillig: Nummer des Heimtierausweises und Datum und Impfstoff der letzten Tollwutimpfung.

Bitte vergessen Sie nicht, die Daten bei Bedarf zu aktualisieren! Unter anderem muss gemeldet werden, wenn der Hund an eine neue Besitzerin/einen neuen Besitzer abgegeben wird oder auch, wenn der Hund verstorben ist.

WAS PASSIERT WENN ICH MEINEN HUND NICHT REGISTRIERE?

Was viele nicht wissen:

Wer seinen Hund/seine Hunde NICHT in der Heimtierdatenbank registriert, begeht eine Verwaltungsübertretung und ist gemäß § 38 des Tierschutzgesetzes mit einer Geldstrafe (bis zu € 3.750, im Wiederholungsfall bis zu € 7.500) zu bestrafen.

MELDEN

Zudem besteht auch die Pflicht den Hund amtlich zu melden. Dies betrifft die amtliche Meldung bei der zuständigen Gemeinde und damit die Steuerpflicht (Hundesteuer bzw. -abgabe).

Nützliche Links:

Möchten Sie noch mehr für die Tiere im TiKo tun?