HunterCane Corso, Männlich

Warum steht eigentlich auf jedem zweiten Halsband, das ich sehe, mein Name drauf?

Name Hunter
Rasse Cane Corso
Tiernummer 23547
Geschlecht Männlich, kastriert
Geboren Dezember 2017
Farbe schwarz braun mit weißem Brustfleck
Haarkleid / Fell kurzhaarig
Größe sehr groß
Im Tierheim seit 02.02.2021
Tierpatenschaft Ja
Adoptierbar Ja

Menschenfreund

Ich bin auf der Suche nach einer emotional starken und innigen Beziehung. Ich liebe die Nähe zu meinem Lieblingsmenschen. Für mein Wohlbefinden brauche ich viel Körperkontakt. Ich genieße es, an deiner Seite zu sein und bin ein anhänglicher Begleiter.

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Ich verstehe das einfach nicht. Als ich zum ersten Mal einen anderen Hund mit einem Halsband mit der Aufschrift "Hunter" gesehen habe, sah ich das Ganze noch positiv und dachte mir: "Oh, schau, der heißt genauso wie ich!" Was ich damals allerdings noch nicht ahnen konnte, war, dass sich Zwischenfälle dieser Art in Zukunft häufen sollten. Gleich am nächsten Tag traf ich wieder einen, der stolz mit meinem Namen am Halsband herumlief, daraufhin einen mit einem kleinen "Hunter"-Anhänger und - die absolute Höhe - einen mit einem "Hunter"-Brustgeschirr! Es war wie verhext. Plötzlich war ich von "Hunters" umgeben - und als ich ihnen unter das Geschirr schaute, entpuppten sich manche von ihnen sogar als Hündinnen! Das war ja jetzt wohl die absolute Höhe!

Nach zahlreichen derartigen Begegnungen reifte in mir die Erkenntnis, nicht einzigartig auf dieser Welt zu sein - und damit kamen die Zweifel an meiner Identität. Ich meine, was macht einen als Hund noch aus, wenn jeder zweite andere Vierbeiner gleich heißt wie man selbst? Solche Überlegungen beschäftigten mich, bis ich damit begann, umzudenken. Ich meine, bin ich nicht größer als die meisten anderen Hunde? Und viel imposanter? Und kann ich mich nicht ganz wunderbar mit diesen Eigenschaften in den Mittelpunkt menschlicher Aufmerksamkeit stellen? Nachdem ich all diese Fragen mit "ja" beantworten konnte, reifte in mir ein neues Selbstbewusstsein. Ich weiß gar nicht, was ihr Menschen alle mit diesen Lebensratgebern habt - die braucht man doch gar nicht.

Zumindest nicht, wenn man ein Cane Corso ist und seinen eigenen Weg findet, mit Selbstwertproblemen umzugehen. Damit du dir vielleicht das eine oder andere abschauen kannst, beschreibe ich dir das jetzt. Also ich mache das so: Ich gehe brav an der Leine, umgarne meinen (bevorzugt weiblichen) Lieblingsmenschen, wenn ich ihn einmal gut kennengelernt habe, spiele ganz süß mit meinen Spielzeugen, lasse mir von mir aus auch den Maulkorb anlegen und tue alles, um dir zu gefallen. Nebenbei halte ich aber stets Ausschau nach anderen "Hunter"-Verschnitten, die mein Revier durchqueren wollen. Um das gut umsetzen zu können, begebe ich mich gerne auf ein erhöhtes Podest. Auf diese Weise entgeht kein Pseudo-"Hunter" mehr meinen Corsoaugen. Unterwegs beuge ich dem direkten Kontakt mit anderen Hunden, die (potenziell) der Meinung sind, meinen Namen auf ihre Ausrüstung schreiben zu dürfen, vor, indem ich direkt nach vorn presche und sie vertreibe. Vor fremden Menschen, die ihren Hunden möglicherweise Sachen anziehen, die mir plagiatsmäßig vorkommen, schützt uns dieses Verhalten auch. Näher nachsehen brauche ich dabei gar nicht mehr, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, dass ihr Zweibeiner euren Tieren gern mehrere Halsbänder kauft...und da könnte ja, selbst, wenn es gerade nicht getragen wird, eines von "Hunter" dabei sein.

Daher meide und vertreibe ich alle suspekten Wesen und möchte, wie du dir jetzt bestimmt denken kannst, der einzige Hund in deinem Haus und deinem Herzen sein. Aber seien wir uns mal ehrlich: Mehr Platz als für mich hast du sicher ohnehin in beiden nicht.

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