Tipi - Er gab auf, wir nicht!

Diese unglaubliche Geschichte handelt von dem kleinen Shih Tzu Hund Tipi, einem Hund, der seinen treuen Glauben in die Menschen wohl verloren haben musste, aber trotzdem niemals seinen Überlebenswillen auf gab. Zum Glück, denn heute strahlt er wieder.

Es war an einem heißen Sommertag im Juni dieses Jahres, als der kleine Shih Tzu Hund Tipi in das TiKo gebracht wurde. Als Tierpfleger und Tierarzt Dr. Herwig Woschnjak den völlig verwahrlosten Hund erblickten, trauten sie ihren Augen nicht: Abgemagert bis auf die Knochen, eine schmerzende Augenentzündung, die Zähne am Verfaulen, die Krallen in das verfilzte Fell eingewachsen, der allgemeine Gemütszustand völlig apathisch. Sein Gesichtsausdruck: Leer. Tipi hatte wohl mit seinem Leben mehr oder weniger abgeschlossen, sein treuer Glauben an die Menschen schien unwiederbringlich verloren, keiner konnte abschätzen, welche Schmerzen neben seiner schlechten körperlichen Verfassung zusätzlich auf seiner gemarterten Seele lasteten. 

Helfende TiKo-Hände

Sofort waren alle freien Hände des TiKo-Teams zur Stelle, um Tipi wieder ins Leben zurück zu helfen: Die Hälfte seiner Zähne mussten gerissen werden, um die fortschreitende Fäulnis zu stoppen und um es ihm überhaupt zu ermöglichen, wieder schmerzfrei fressen zu können. Das struppige, verfilzte Fell wurde von Melanie Novak, welche das TiKo als Hundefriseurin ehrenamtlich unterstützt, abrasiert, was das Ausmaß der Abmagerung Tipis erst vollends zum Vorschein brachte. Durch die eingewachsenen Krallen konnte der Hund kaum noch laufen, schnell wurden auch diese Missbildungen behandelt, man säuberte ihn, verabreichte die notwendigen Impfungen und Medikamente und brachte ihn zum Ausruhen in seine Box. Doch nichts, kein Lebenswille wollte sich in dem kleinen Hundekörper regen, er starrte leeren Blickes vor sich hin, rührte sich nicht, überließ sich dem Schicksal.

Liebe auf den ersten Blick

Tierpflegerin Jacky wuchs der kleine Patient sofort ans Herz. Sie war es, die sich in jeder freien Minute zu Tipi setzte und einfach nur für ihn da war. Und da eben alles im Leben seine gewisse Zeit braucht, war es auch hier anfangs zögerlich, ja fast unmerklich, als Tipi letztlich begann, vorsichtig auf Jacky zuzugehen. Ganz sanft und ohne Druck der Tierpflegerin fasste der kleine weiße Hund wieder Vertrauen zu einem Menschen. Tag für Tag konnte man nun verfolgen, wie das kleine Hundegesicht immer mehr Charakter bekam, wie das Strahlen und der Wille zum Leben wieder zurückkehrten. Tipi begann endlich aufzublühen. Und auch von offizieller Seite kam letztlich die Nachricht, dass sich nach Ablauf der einmonatigen, gesetzlich vorgeschrieben Frist, in der sich der Vorbesitzer hätte melden können, niemand den Kontakt suchte – Tipi wurde an das TiKo übereignet. Jacky zögerte keine Sekunde länger und adoptierte Tipi vom Fleck weg. Diese Lebensfreude, die der schätzungsweise zehn Jahre alte Hund seit Beginn dieser Freundschaft ausstrahlt, sucht seither seinesgleichen. Wie ein junger Welpe spielt und tollt er mit Jacky über die Wiesen, weit entfernt von den vielen Schmerzen, die er einst erleiden musste.

Nur durch Ihre für die Tiere so lebensnotwendigen Spenden, liebe Leser, ist es dem TiKo, gemeinsam mit den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern überhaupt möglich, dass solch leidvolle Geschichten, letztlich zu einem so hundsmäßig geglückten Ende führen können.

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